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Welt im Wandel
Grundstruktur globaler Mensch-Umwelt-Beziehungen
Wissenschaftlicher
Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen
Economica
Verlag, Bonn, © 1993
224 Seiten. Vergriffen!
ISBN 3-87081-373-3
Auch
nach dem Umweltgipfel in Rio de Janeiro ist bei den bedrohlichen
globalen Umweltveränderungen keine Trendwende in Sicht. Unbesonnene
Wirtschaftstätigkeit und die wachende Zahl der Menschen bedrohen,
schädigen, ja zerstören weltweit viele natürliche
Lebenräume. Langfristig gefährdet sich die Menschheit
selbst in ihrem Überleben. Globale Umweltveränderungen
haben andere Ursachen und zeigen viel komplexere Wirkungen als die
meisten nationalen Umweltprobleme: Emissionen in den Industrieländern
führen beispielsweise zu Änderungen des globalen Klimas.
Betroffen von diesen Klimaänderungen sind aber ganz andere
Länder, etwa durch Ernteausfälle oder einen Anstieg des
Meeresspiegels an ihren Küsten.
Die
Bundesregierung hat im Jahr 1992 den Wissenschaftlichen Beirat "Globale
Umweltveränderungen" eingesetzt. Er soll in Jahresgutachten
durch Empfehlungen zu politischem Handeln und zum Forschungsbedarf
den nationalen Beitrag zum Einleiten einer Trendwende formulieren
und eine Umsetzungsstrategie entwickeln.
Im ersten Jahresgutachten 1993 beschreibt
der Beirat die enge globale Vernetzung von Mensch und Natur, Gesellschaft
und Umwelt. Globale Umweltziele und die weitere wirtschaftliche
Entwicklung müssen besser aufeinander abgestimmt werden: Die
Umweltpolitik muß, bei uns wie bei den Entwicklungsländern,
die globalen Umweltwirkungen weit stärker als bisher in die
Rahmendaten des Wirtschaftens einbeziehen. Der Beirat gibt mit Blick
auf die Haupttrends
Zunahme
der Weltbevölkerung
Langfristig
veränderte Zusammensetzung der Atmosphäre
Verlust
an biologischer Vielfalt
Schädigung
und Verlust von Boden
einige
übergreifende Empfehlungen:
Erhöhung
der Entwicklungshilfe Deutschlands auf 1%
des
Bruttosozialprodukts bei Neudefinition der Gruppe
der "Entwicklungsländer"
unter Einbeziehung von
Regionen des ehemaligen Ostblocks.
Rasche
Umsetzung der Klimakonvention, d.h.
Reduzierung
der CO2-Emissionen, und zwar bevorzugt
durch eine weltweite Zertifikats-Lösung;
parallel dazu
erhöhte und weckgebundene Finanztransfers
zum
Schutz der
tropischen Wälder.
Sensibilisierung
der Bürger für globale Umweltprobleme
sowie
Programme zur Förderung umweltverträglichen
Handelns.
Die
Zusammenfassung
für Entscheidungsträger
kann bei der Geschäftsstelle
des WBGU bestellt oder hier
eingesehen
und heruntergeladen werden.
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