Stimmen zu WBGU-Gutachten

"Die Gutachten des WBGU sind unersetzliche Nachschlagewerke und Quellen für die internationale Umwelt- und Entwicklungspolitik. Jeder Wissenschaftler, Entscheidungsträger und jede Institution, die sich mit dem drängenden Problem von Umwelt und Entwicklung befasst, sollte über diese Werke verfügen."

 

Prof. Dr. Klaus Töpfer, Exekutivdirektor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) 1998-2006

Der Umzug der Menschheit: Die transformative Kraft der Städte

"Das Gutachten beeindruckt angesichts seiner argumentativen Fülle und vielfältigen Beispiele zu den Urbanisierungsphänomenen und der Beschreibung der Auswirkungen. Der Deutsche Städtetag fühlt sich – nicht zuletzt durch seine Beiträge zum Gelingen der HABITAT-III-Konferenz in Quito im Oktober 2016 – in vollständiger Übereinstimmung mit dem Gutachten, was die zentrale Rolle der Städte angeht, die anstehenden Transformationsanforderungen zu bewältigen und ihre Chancen zu nutzen. Die Herausforderungen an städtische Transformationen kommen deutlich zum Ausdruck: Die Aufforderung zu einer nachhaltigen, global kodierten Stadtentwicklungspolitik ist ein Auftrag an die Weltgemeinschaft und nationale Politiken, Städte handlungsfähig zu machen und an die städtischen Gesellschaften, diese Handlungsfähigkeit zum Nutzen der urbanen Bevölkerung einzusetzen."

 

Oberbürgermeisterin Dr. Eva Lohse

Präsidentin des Deutschen Städtetages

"Der Bericht Umzug der Menschheit – Die transformative Kraft der Städte bringt bemerkenswert frischen Wind in einer Zeit, in der Platitüden an der Tagesordnung sind. Er ist mutig, argumentativ sorgfältig unterlegt (im Gegensatz zu Behauptungen), empirisch unterfüttert und in einen sehr originellen konzeptionellen Rahmen eingebettet, der einen globalen Blick mit einer differenzierten Sicht verbindet. Der Bericht bestätigt die zentrale Bedeutung kulturellen und institutionellen Wandels und scheut nicht davor zurück, spezifisch und programmatisch zu werden in einer Zeit, in der politische Diskurse zunehmend abgekoppelt sind von einer Gegenwart, die von Spaltung, Nicht-Nachhaltigkeit, Gewalt und Intoleranz geprägt zu sein scheint. Ich empfehle diesen Bericht ganz ausdrücklich als Pflichtlektüre." 

 

Professor Edgar Pieterse, Director – African Centre for Cities (University of Cape Town) & Chairperson of the Cities Alliance Think Tank.

"Das Gutachten `Welt im Wandel – Menschheitserbe Meer´ wirft einen anregenden Blick auf wesentliche Aspekte der Meeres-Governance. Es deckt sich wesentlich mit unserem Denken bei der Weltbank und dem der Partner in der Global Partnership for Oceans. Nationalstaaten, Zivilgesellschaft und Wirtschaft müssen zusammenarbeiten, um eine nachhaltigere und produktivere Nutzung der Meere zu unterstützen. Dieses Gutachten leistet einen wertvollen Beitrag zur globalen Debatte, wie man eine nachhaltige Zukunft durch einen guten Zustand der Meere am besten sicherstellen kann."

 

Rachel Kyte, Vizepräsidentin, Nachhaltige Entwicklung, Weltbank (2014-2015)

Das neue WBGU-Gutachten „Gesellschaftsvertrag für eine Große Transformation“ erscheint zu einer Zeit, in der die Völker dieser Welt sich zunehmend zu einer  nachhaltigen und klimaverträglichen Zukunft bekennen. Die Studie zeigt, dass dies nur gelingen kann, wenn Staaten, Unternehmen und die gesamte Zivilgesellschaft gemeinsam die richtigen Weichen stellen und alle Mittel der regionalen, nationalen und globalen Zusammenarbeit ausschöpfen. Dafür verdient dieses Buch breite Beachtung.“

 

Christiana Figueres, Exekutivsekretärin des Sekretariats der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC) (2010-2016)

„Biokraftstoffe wurden von einigen als Wunderwaffe gegen den Klimawandel ausgemacht, andere sehen sie als verhängnisvolle Fehlentwicklung, die zur Zerstörung der Wälder und zum Anstieg des Hungers führt. Weder das Eine noch das Andere ist der Fall. Eine umsichtige Anwendung von Bioenergie kann den Ausstoß von Treibhausgasen senken, Beschäftigungsmöglichkeiten schaffen und die Lebensbedingungen im ländlichen Raum verbessern. Die wirtschaftliche Nutzung im großen Stil ohne geeignete Nachhaltigkeitsstandards kann jedoch katastrophale Auswirkungen haben und für Umwelt und Menschen mehr Schaden als Nutzen bringen. Das neue WBGU-Gutachten zeigt, dass eine nachhaltige Nutzung von Bioenergie möglich ist, wie Chancen genutzt und gleichzeitig Risiken vermieden werden können. Das Gutachten bietet eine wertvolle Entscheidungshilfe für eine nachhaltige Bioenergiepolitik".

 

Achim Steiner, Exekutivdirektor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) (2006–2016)

„Der WBGU hat mit dem Gutachten 'Sicherheitsrisiko Klimawandel' ein Thema aufgegriffen, das es zu Recht nach ganz oben auf die internationale politische Agenda geschafft hat. Die Autoren belegen zweifelsfrei, dass in einer vom Klimawandel geprägten Welt die Destabilisierungs- und Konfliktrisiken ansteigen werden. In dem Bericht werden besonders jene Regionen beleuchtet, die - wenn der Klimawandel ungebremst voranschreitet - im 21. Jahrhundert von Konfliktrisiken besonders betroffen sein werden. Das Gutachten macht damit deutlich, dass Klimapolitik vorbeugende Sicherheitspolitik ist.“

 

Achim Steiner, Exekutivdirektor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) (2006–2016)

 "Das neue Gutachten des WBGU leistet in seinem interdisziplinären Ansatz erstmals eine komplexe und systematische Anayse der Wechselwirkungen zwischen Armut und Umwelt. Die alte, bequeme Formel von Indira Gandhi bei der Stockholmer UNO-Umweltkonfernez ´Poverty is the biggest polluter´ ist ja leider seither schändlich missbraucht worden, um alle ökonomischen Entwicklungsstrategien als vorrangig vor der Umweltsicherung zu legitimieren. Das neue WBGU-Gutachten zeigt einen gangbaren Weg zur Ausgestaltung einer kohärenten Umwelt- und Entwicklungspolitik. Der Geist von Rio wird damit theoretisch fundiert und wieder belebt."

 

Prof. Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker, MdB 1998-2005

  “'Energiewende zur Nachhaltigkeit' ist ein Gutachten, dass zur richtigen Zeit erstellt worden ist. Der Weltgipfel für Nachhaltige Entwicklung hat dieser Herausforderung große Aufmerksamkeit geschenkt, auch wenn ein quantitatives Ziel mit einem Zeitplan für die Einführung erneuerbarer Energien nicht festgelegt werden konnte. Dieses Gutachten des WBGU ist global ausgerichtet, eine Notwendigkeit, die angesichts der globalen Wirkungen von Klimaveränderungen dringend angezeigt ist. Es ist eine überzeugende langfristige Analyse; denn globale Energiefragen können nur mit einem Zeitrahmen von 50 bis 100 Jahren erörtert, aber mit konkreten Handlungsanweisungen für politische Entscheidungsträger schon jetzt umgesetzt werden. Der Nachweis, dass die Energieversorgung der 2,4 Milliarden Menschen, die noch immer auf traditionelle Biomasse angewiesen sind, gesichert werden kann, muss geführt werden mit dem klaren Ziel, dieser Herausforderung mit einem Schutz des Klimas vor gefährlichen Änderungen zu verbinden. Diese Welt muss die Kluft zwischen dem Überfluss der Industrieländer und der Armut der Entwicklungsländer aufarbeiten. Dafür ist eine umwelt- und klimaverträgliche Politik unumgänglich. Das Buch ist äußerst empfehlenswert für alle, die sich mit globalen Energiefragen auseinander setzen."

Prof. Dr. Klaus Töpfer, Exekutivdirektor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) 1998-2006