Welt im Wandel – Die Gefährdung der Böden

Hauptgutachten 1994
Wissenschaftlicher Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen

Economica Verlag, Bonn, © 1994

 


Die Böden bilden eine essentielle, bisher zu wenig beachtete Lebensgrundlage der Menschheit. In sehr unterschiedlicher Ausprägung führen menschliche Aktivitäten an vielen Stellen der Erde zu einer Degradation der Böden, die in graduellen Abstufungen von abnehmender Fruchtbarkeit bis zur unumkehrbaren Zerstörung reicht. Viele lokale Prozesse summieren sich zu einem globalen Umwelttrend, dem dringend mit politischen Maßnahmen begegnet werden muß.
      Die langsame, für die menschlichen Sinne nur schwer wahrnehmbare Zerstörung der Böden hat bisher zu einer eher randständigen Behandlung dieses Themas in der Umweltdiskussion geführt. Die Bedrohung der Böden muß aber auf der umweltpolitischen Agenda eine deutlich höhere Bedeutung erhalten: für das Schutzgut Boden müssen national wie international bessere rechtliche Rahmenbedingungen geschaffen werden.
      Das Jahresgutachten 1994 des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen ist in zwei Teile untergliedert. Im ersten Teil (Standardteil) werden neue Entwicklungen aus verschiedenen Bereichen globaler Umweltveränderungen vorgestellt und kommentiert. Neben Ergebnissen aus den Naturwissenschaften werden vor allem aktuelle Bezüge zu bereits verabschiedeten oder derzeit noch verhandelten internationalen Konventionen hergestellt. Der zweite Teil des Gutachtens (Schwerpunktteil) behandelt die globale Gefährdung der Böden.
      Der Beirat empfiehlt der Bundesregierung zu prüfen, ob eine differenzierte "Boden-Erklärung" ausreicht oder ob eine globale "Boden-Konvention" angestrebt werden sollte. Für beide liefert das Gutachten relevante Argumente. Mit einem solchen Instrument soll dem globalen Bodenschutz ein ähnlicher internationaler Stellenwert erkämpft werden, wie dies für den Klimaschutz schon weitgehend gelungen ist.


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