Ein Gesellschaftsvertrag für die Transformation

Factsheet 1/2011

Wissenschaftlicher Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen WBGU, Berlin, 2011

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Der vom WBGU vorgeschlagene Gesellschaftsvertrag für die Transformation zur nachhaltigen Gesellschaft kombiniert Zukunftsverantwortung mit einer Kultur demokratischer Teilhabe.

Bei der Transformation zur Nachhaltigkeit kommt dem Klimaschutz eine besondere Bedeutung zu, denn ohne eine Begrenzung des anthropogenen Klimawandels werden die Existenzgrundlagen heutiger und künftiger Generationen gefährdet. Ein vorrangiges Ziel ist daher, in den Transformationsfeldern Energie und Urbanisierung bis Mitte des Jahrhunderts für dann voraussichtlich 9 Mrd. Menschen möglichst ohne Treibhausgasemissionen aus der Nutzung fossiler Energieträger auszukommen. Zudem muss die Landnutzung klimaverträglich werden. Dafür ist ein zeitgemäßer Ordnungsrahmen erforderlich, der über einen breiten gesellschaftlichen Dialog zu einem Konsens in den Kernfragen des Zusammenlebens erreicht wird: ein Gesellschaftsvertrag für die Transformation. In einer solchen gedachten Übereinkunft verpflichten sich Individuen und zivilgesellschaftliche Gruppen, Staaten und die Staatengemeinschaft sowie Unternehmen und Wissenschaft, gemeinsame Verantwortung für den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen zu übernehmen, indem sie Vereinbarungen für die Erhaltung globaler Gemeinschaftsgüter treffen. Zentrales Element eines solchen Gesellschaftsvertrags ist der „gestaltende Staat“ mit deutlich erweiterter Bürgerbeteiligung.

 

 

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