Die Chance von Johannesburg - Eckpunkte einer Verhandlungsstrategie

Politikpapier 1
zum Weltgipfel für Nachhaltige Entwicklung (WSSD) in Johannesburg

WBGU, Berlin, 2001
20 S. (download als pdf, 1.0 MB), vergriffen, ISBN 3-9807589-5-8

 

Das südafrikanische Johannesburg ist ein symbolträchtiger Tagungsort für den im September 2002 stattfindenden Weltgipfel für Nachhaltige Entwicklung (World Summit on Sustainable Development – WSSD). Kein anderer Kontinent ist schwerwiegender von den Folgen des Globalen Wandels betroffen und verdeutlicht stellvertretend die kritische ökologische und sozioökonomische Lage in vielen Entwicklungsländern. Gleichzeitig steht der Gastgeber am Kap der guten Hoffnung mit seiner wechselvollen jüngeren Geschichte für Aufbruch und Neuanfang.
     Ein Neuanfang ist auch auf der internationalen Ebene notwendig, denn der Zustand der globalen Umwelt hat sich seit der Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung (UNCED) 1992 in Rio de Janeiro weiter verschlechtert (WBGU, 2001). Neue Problemfelder sind entstanden und die wichtigsten bestehenden ungelöst geblieben. Der Weltgipfel für Nachhaltige Entwicklung bietet für die Staatengemeinschaft erneut eine Gelegenheit, entscheidende Weichenstellungen in der internationalen Umwelt- und Entwicklungspolitik vorzunehmen. Zu diesem Anlass möchte der WBGU der Bundesregierung Hinweise auf besonders dringende Themen geben, bei denen Entscheidungen in Johannesburg helfen können, kritische Defizite in der heutigen Umwelt- und Entwicklungspolitik zu beseitigen.
     Seit 1992 wurde in der globalen Umweltpolitik viel bewegt, insbesondere wurden für eine Reihe gravierender globaler Umweltprobleme wie Klimawandel, Verlust biologischer Vielfalt, Bodendegradation in Trockengebieten oder Wirkung persistenter organischer Schadstoffe völkerrechtliche Regelungen ausgearbeitet. Deshalb sollten nach Ansicht des Beirats in Johannesburg keine Detailverhandlungen zu diesen Themen geführt werden. Allerdings muss es möglich sein, Anstöße zu geben, um Lücken zu schließen und Konventionen weiter zu entwickeln.

 

 

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